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Hüftarthrose

Unsere Hüftgelenke brauchen wir täglich beim Gehen und um uns zu bewegen. Beim Sporttreiben, aber selbst auch bei längerem Sitzen oder beim Schuhe anziehen, ist eine schmerzfreie gute Hüftbeweglichkeit wichtig. Die Arthrose ist eine der häufigsten Schmerzursachen im fortgeschrittenen Alter. Aber auch bereits bei jüngeren Menschen kann eine Abnutzung der Hüftgelenke erkannt werden, dies vor allem beim Betreiben von intensivem Sport. Die Schmerzen treten häufig in der Leiste auf, dies vorwiegend nach längerem Sitzen und im Sinne von Anlaufschmerzen, oft jedoch auch nach längerer Belastung.

Bei anhaltenden Beschwerden ist eine Abklärung beim Orthopäden sinnvoll. Nicht-operative Massnahmen können bei geringer Arthrose helfen. Bei fortgeschrittener Hüftarthrose ist eine minimalinvasiv und gewebsschonend eingebrachte Hüfttotalprothese eine geeignete Therapiemöglichkeit mit sehr guten Ergebnissen.

Bei Leistenschmerzen liegt oft eine Hüftarthrose als Ursache vor
Die Hüftarthrose tritt häufig auf und zeigt sich vor allem in Leistenschmerzen beim Anlaufen oder bei längerem Sitzen. In einigen Fällen sind auch Bewegungseinschränkungen (Schwierigkeit beim Anziehen von Schuhen usw.) bekannt, die nicht in Begleitung von starken Schmerzen auftreten. Durch die tägliche Belastung und durch den Alterungsprozess wird von Natur aus jeder Knorpel stetig etwas abgenutzt. Ist der Knorpel bereits bis auf den Knochen weg, sprechen wir von einer Arthrose.
Ursachen für die Hüftarthrose
Während im fortgeschrittenen Alter die Ursache für eine Hüftarthrose klar auf jahrelange Abnutzung zurückgeht, war der Grund für eine Arthrose Entwicklung bereits bei jungen Menschen lange unklar. In den letzten Jahrzehnten haben wir viele neue Erkenntnisse über die Ursachen einer frühen Arthrose gewinnen können. Angeboren oder auch durch intensiven Sport in jungen Jahren kann die Form des Hüftkopfes und der Pfanne von der perfekten Form abweichen. Die Kugel des Hüftkopfes passt dann nicht mehr genau in die Pfanne oder die Pfanne selber zeigt eine ungünstig vermehrte Überdachung, welche die Beweglichkeit eingeschränkt. Dabei leidet dann der Dichtungsring (Labrum) an der Pfanne und auch der Knorpel leidet bei vermehrten Scherkräften, so dass bereits in jungen Jahren eine Arthrose auftreten kann.
Wie zeigen sich die Beschwerden einer Hüftarthrose?
Meistens treten Schmerzen in der Leiste auf. Dies häufig bei den ersten Schritten nach längerem Sitzen oder Liegen. Auch nach stärkerer Belastung sind die Schmerzen oft deutlicher. Die Beweglichkeit nimmt ab, so dass man plötzlich Mühe hatte Schuhe und Socken anzuziehen. Die Schmerzen können in den Oberschenkel und auch bis ins Knie ausstrahlend. Insbesondere bei Jungen muss man bei Kniebeschwerden immer auch an die Hüfte als Schmerzursache denken. Schmerzen in der Gesässmuskulatur oder auf der Seite können durch Hüftbeschwerden ausgelöst werden, sind aber meistens eher durch Rückenbeschwerden bedingt.
Welche Abklärung braucht es bei Hüftarthrose?
Beiden typischen Beschwerden braucht es meistens eine Abklärung beim Orthopäden. Wichtig ist, dass die benachbarten Gelenke wie Knie und Wirbelsäule ebenfalls eingehend untersucht werden. Ob die Probleme durch das Gelenk selber oder durch Weichteile wie Muskeln oder Sehnen verursacht sind, kann man häufig bereits beim Durchbewegen in der ärztlichen Untersuchung sehen. Meistens reicht dann ein Röntgenbild aus, um den Verdacht einer Hüftarthrose zu bestätigen. Falls eine zusätzliche Beurteilung der Weichteile rund um das Hüftgelenk notwendig ist oder wenn bei jüngeren Patienten ein gelenkserhaltender Eingriff in Frage kommt, können durch ein MRI (Magnetresonanztomografie) zusätzliche wichtige Informationen generiert werden.

Die sinnvolle Behandlung der Hüftarthrose

Wir rastet der rostet. Gelenke wie das Hüftgelenk brauchen ausreichend Bewegung. Unkontrollierte Stossbelastungen sollte man vermeiden, hingegen sind regelmäßiges Gehen und Durchbewegen ausgesprochen wichtig. Noch vorhandene Beweglichkeit sollte versucht werden zu erhalten. Bewegungen, welche Schmerzen auslösen, sollte man eher vermeiden. Insbesondere bei hohlem Kreuz kann durch eine Ausbalancierung der Muskulatur eine verbesserte Stellung des Beckens erreicht werden. Dadurch wird häufig die Beweglichkeit verbessert und auch die Schmerzen können gelindert werden. Physiotherapie, insbesondere die Methode der Spiraldynamik, ist eine gute Möglichkeit, ein Ungleichgewicht der Muskulatur zu verbessern. Eine weitere Möglichkeit die über Monate Linderung herbeiführen kann, sind Spritzen ins Gelenk. Dabei verwenden wir in Absprache mit dem Patienten entweder Cortison, Hyaluronsäure (Schmiermittel) oder Eigenblut (Platelet Rich Plasma). Zusätzlich kann durch Einnahme von Knorpelaufbaupräparaten noch vorhandener Knorpel gestärkt werden.
Falls trotz Ausschöpfens der konservativen Therapiemöglichkeiten weiterhin ein hoher Leidensdruck besteht, stellt die operative Therapie eine gute Möglichkeit dar, eine anhaltende Besserung der Beschwerden zu erreichen. Die Methode der gelenkserhaltenden Chirurgie eignet sich für jüngere Patienten und Patienten mit noch erhaltenem Knorpel. Bei der häufigen auftretenden, fortgeschrittenen Hüftarthrose bietet ein Hüftgelenksersatz mit einer Hüfttotalprothese eine sehr erfolgreiche Behandlungsmöglichkeit.

Hüftprothese

Über einen minimal invasiven Zugang kann Dr. von Roll einen Hüftgelenksersatz unter Schonung der Weichteile einbringen, ohne dass er Muskulatur ablösen muss. Dies ist für eine rasche Erholung mit hinkfreiem Gangbild nach der Operation massgebend. Die Operation dauert in der Regel etwa eine Stunde und Sie dürfen nach der Operation ab sofort voll belasten. Die verwendeten Hüft-Prothesen sind „made in Switzerland“, sie sind qualitativ hochwertig, sehr widerstandsfähig und sollten jahrzehntelang funktionieren. Die Operation findet in der Privatklinik Obach, Solothurn statt. Die meisten Patienten können nach einem 3-7 tägigen Klinikaufenthalt nach Hause entlassen werden und sind mit dem Behandlungsergebnis sehr zufrieden. Zuhause können sie nach Entlassung selbständig Duschen und alltags Tätigkeiten durchführen. Ein Aufenhalt in einer Rehabilitations Klinik ist meist nicht nötig. Sie können von zuhause aus einmal pro Woche in die Physiotherapie. Ich empfehle Ihnen während vier Wochen eine Unterstützung durch Krücken. Dies vor allem um von Anfang an ein hinkfreies Gangbild zu schulen. Alltagstätigkeiten oder sportliche Betätigung, welche vorher nicht mehr oder nur mit Schmerzmitteleinnahme möglich waren, können Sie dank der Operation meistens wieder problemlos aufnehmen. Velofahren ist meist ist nach 4-6 Wochen möglich. Ausgedehnte Wanderungen und Sport mit belasteten Drehbewegungen nach ca. drei Monaten. Auch bei körperlich belastendem Beruf sind sie normalerweise nach 3 Monaten wieder voll arbeitsfähig. Die Nachkontrollen finden dann bei problemlosem Verlauf 6 Wochen, 3 Monate und 1 Jahr nach der Operation mit Röntgenkontrolle im Schloss Aarhof statt.